Wenn der Augenblick lebt
Heftiger Sturm küsst die Baumkronen
Peitscht die Äste hilflos von da noch dort
Amseln nicht mehr in ihrem Nest wohnen
Zu gefährlich geworden, dieser Ort
Sie fliegen ziellos hin und her
Die Meisen verstecken sich im Futterhaus
Vogelnest – es wird kalt, seit es leer
Was war es bis eben ersehntes Amsel-Zuhaus´
Noch ein Windstoß, das Nest liegt auf der
Erde
Die Eier zerbrochen, die Zukunft dahin
Selbst Stürme zeigen uns, dass alles Sein ein
War, Ist, Werde
Und trotz Schmerz, hat im Leben alles seinen
Sinn
Langsam legt der Sturm sich zur Ruh
Der Morgen staunt, der Tag dreht an seiner
Uhr
Die Nacht, längst ihre Fensterläden zu
Im Gras dort, eine einsame Schneckenspur…´
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
13.04.2019
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