Heimatlos in der Freiheit
Wenn mein Heimweh mich plagt
Im Album unserer Erinnerungen rührt
Wenn die Sehnsucht zu jeder Jahreszeit tagt
Weiß ich, wie tief mich diese Zeit, heute noch, berührt
Ich sehe, diese unverwechselbare Schönheit
Der Blumen. Sie leuchten, als ob nur für mich
Was war sie so angenehm, dieser Jahrzehnte Zeit
Heimat, unsere Jahre, sie bleiben unvergesslich
Daheim erwachen jetzt die Erde und das Herz
Die Natur streut ihrer Wunder Festkleid
Überall bewegt sich Frühling, mit Farben und Scherz
Was war es so schön daheim, zur Frühlingszeit
An der Rückwand von Nachbars Haus
Zeigten die Fliegen ihre Fröhlichkeit
Sonnten sich in aller Ruhe – tagein, tagaus
Blütenkelche strahlten in farbenbunter Schönheit
Die Käfer, sie tummelten sich über Erde, Grashalm, Blütenblatt
Die Bienen, sie krochen so graziös ins Reich von süßem Nektar
Packten sich voll, bis sie alle so richtig satt
Dann zum Flug abgehoben. Honig ihr Endziel war
Frühling in meiner Heimat, welch Seelenfest
Balsam für jedes Herz, das fähig Schönheit einzuatmen, spüren
Heimweh, an deine Allmacht glaube ich felsenfest
Wenn du mich umarmend zwingst, diese Jahre in Gedanken zu berühren
Heimat, du schöne Stadt, du mein edles Hatzfeld
Welch Geschichte deine Wege gepflastert – Stein um Stein
Heimat, du mein Hatzfeld, du bist das Opfer für „Freiheit“, in einer Welt
Die nie verstehen wird, warum es grausam, in Freiheit heimatlos zu sein…
©Elisabeth
Anton, Speyer / Hatzfeld
04.03.2014
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