Dienstag, 11. Juni 2019

SIE wünscht sich nur, dass ER wiederkommt


















SIE wünscht sich nur, dass ER wiederkommt                    

   



Der Abend ruht in spürbar ehrfurchtsvoller Andacht

SIE sitzt auf ihrer Bank unterm Akazienbaum

Eben an Augenblick, Vergangenheit, Zukunft gedacht

An raue Wirklichkeit und Glück bringenden Traum



SIE schaut weit über den Teich hinaus

Sieht am Ufer das verlassene alte Boot

SIE denkt an Kindheit, Großeltern, Elternhaus

Wo der Reichen Glanzwelt, der Armen größte Not



Vor ihr öffnet sich ein Roman des Lebens

Jede Begebenheit, welch wunderbare Erinnerung

Auch Stunden, wo Hoffen oft vergebens

SIE träumt von seiner wortlosen Umarmung



SIE dreht sich um, hofft auf sein Kommen

Will in der Ferne seinen Schatten sehen

Alles ihrer Fantasie, ihren Träumen entnommen

SIE weiß genau, SIE wird ihn so bald nicht sehen



ER, ER dient, treu und ergeben seinem Land

Jeden Tag, in zu erfüllender Friedensmission

SIE sehnt sich nach seiner streichelnden Hand

Betet jeden Abend, für ein gutes Ende der Mission



Der Abend hüllt SIE in sein Abendrot ein

Die Nacht lässt SIE bald im Mondschein träumen

Vergessen von der Welt, auf ihrer Bank ganz allein

Wünscht SIE, dass er wiederkommt, nicht nur in Träumen…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

          10.06.2019








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