SIE wünscht sich nur, dass ER wiederkommt
Der Abend ruht in spürbar ehrfurchtsvoller Andacht
SIE sitzt auf ihrer Bank unterm Akazienbaum
Eben an Augenblick, Vergangenheit, Zukunft gedacht
An raue Wirklichkeit und Glück bringenden Traum
SIE schaut weit über den Teich hinaus
Sieht am Ufer das verlassene alte Boot
SIE denkt an Kindheit, Großeltern, Elternhaus
Wo der Reichen Glanzwelt, der Armen größte Not
Vor ihr öffnet sich ein Roman des Lebens
Jede Begebenheit, welch wunderbare Erinnerung
Auch Stunden, wo Hoffen oft vergebens
SIE träumt von seiner wortlosen Umarmung
SIE dreht sich um, hofft auf sein Kommen
Will in der Ferne seinen Schatten sehen
Alles ihrer Fantasie, ihren Träumen entnommen
SIE weiß genau, SIE wird ihn so bald nicht sehen
ER, ER dient, treu und ergeben seinem Land
Jeden Tag, in zu erfüllender Friedensmission
SIE sehnt sich nach seiner streichelnden Hand
Betet jeden Abend, für ein gutes Ende der Mission
Der Abend hüllt SIE in sein Abendrot ein
Die Nacht lässt SIE bald im Mondschein träumen
Vergessen von der Welt, auf ihrer Bank ganz allein
Wünscht SIE, dass er wiederkommt, nicht nur in Träumen…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
10.06.2019
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