Dienstag, 11. Juni 2019

Wenn Morgenrot dir seine Bilder malt




















Wenn Morgenrot dir seine Bilder malt                                              





Die Nacht hat ihre Dunkelheit davongeschoben

Am Horizont noch keine Sonne zu sehen

Der Wind versucht das Wolkenmeer zu loben

Die Erde ruft, die Regenwolke möge nicht weitergehen



Ein neuer Tag erhebt sich mit all seiner Macht

Auch wenn Sonne und Wärme noch fehlen

Baumkronen erstrahlen in ihrer Blütenpracht

So manches kann man nicht wählen



Man muss das Wetter nehmen, wie es ist

Der Himmel schickt uns seinen Segen

Mal Blumenduft, mal Grasgrün, mal Stallmist

Und irgendwann auch der ersehnte Regen



Wolken wälzen sich davon, der Wind singt sein Lied

In nur wenigen Augenblicken strahlt das Morgenrot

Und alles geht den Weg der Zeit mit

Ob die Seele glücklich, ob in größter Not



Sklaven von Wetter, Leben und Natur wir sind

Wir müssen leben, zufrieden und dankbar sein

Ob Sonne, Regen, Donner, Blitz, Nebel oder Wind

Um Wetter zu bestimmen, Mensch, da bist du zu klein



Im Strudel des Stromes fließt das Blatt

Schweigend dahin auf seinen starken Wellen

Jeder von uns nur einmal das Glück hat

Jahre zu leben, genießen, wie Sterne ihr Urteil fällen



Tagesanbruch - wie andächtig, wie wunderschön

Wer weiß es schon, womit Vergänglichkeit bezahlt

Liebe, lebe den Augenblick und du wirst sehn

Welch Wunder, wenn Morgenrot dir seine Bilder malt…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

           08.06.2019




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