Wenn Morgenrot dir seine Bilder malt
Die Nacht hat ihre Dunkelheit davongeschoben
Am Horizont noch keine Sonne zu sehen
Der Wind versucht das Wolkenmeer zu loben
Die Erde ruft, die Regenwolke möge nicht weitergehen
Ein neuer Tag erhebt sich mit all seiner Macht
Auch wenn Sonne und Wärme noch fehlen
Baumkronen erstrahlen in ihrer Blütenpracht
So manches kann man nicht wählen
Man muss das Wetter nehmen, wie es ist
Der Himmel schickt uns seinen Segen
Mal Blumenduft, mal Grasgrün, mal Stallmist
Und irgendwann auch der ersehnte Regen
Wolken wälzen sich davon, der Wind singt sein Lied
In nur wenigen Augenblicken strahlt das Morgenrot
Und alles geht den Weg der Zeit mit
Ob die Seele glücklich, ob in größter Not
Sklaven von Wetter, Leben und Natur wir sind
Wir müssen leben, zufrieden und dankbar sein
Ob Sonne, Regen, Donner, Blitz, Nebel oder Wind
Um Wetter zu bestimmen, Mensch, da bist du zu klein
Im Strudel des Stromes fließt das Blatt
Schweigend dahin auf seinen starken Wellen
Jeder von uns nur einmal das Glück hat
Jahre zu leben, genießen, wie Sterne ihr Urteil fällen
Tagesanbruch - wie andächtig, wie wunderschön
Wer weiß es schon, womit Vergänglichkeit bezahlt
Liebe, lebe den Augenblick und du wirst sehn
Welch Wunder, wenn Morgenrot dir seine Bilder malt…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
08.06.2019
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