Samstag, 20. November 2021

„Kopfgeld-Offenbarung“ - Privileg oder Demut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

„Kopfgeld-Offenbarung“ - Privileg oder Demut                             

 Ihrer Muttersprache immer treu geblieben

  

„Kopfgeld“ für die Deutschen, in geheimnisvoller Stille bezahlt

Statt Stacheldrahtgrenzen, Mauern, zu durchbrechen

Nur hat man sich dabei nicht ausgemalt

Dass Sadisten dieser Diktatur sich weiterhin rächen

 

Sie beuteten, die Deutschen, weiterhin aus

Skrupellos übernahmen sie die Häuser zum Spottpreis. Viel Geld

Für jeden kleinen Papierfetzen, immer eine „Taxe“, deren Applaus

Demütigungen am Zoll, ob Holzkisten füllen, ob Fahrt in die freie Welt

 

In dieser damaligen Diktatur, in diesem Land

Hat man, nicht nur einmal, den Deutschen alles genommen

Ob in die Baragan-Ebene, ob an die Front, ob deportiert nach Russland

Und nun, „diese Diktatur-Verbrecher“, schon wieder Geld bekommen

 

Wie lange noch werden diese Mörder, Folterer, Ausbeuter, Lügner unterstützt

Wie lange noch, ignoriert man die Ehrlichen dieser Welt

Wer wohl, warum, diese klare, grausame Wahrheit, über Jahrzehnte schützt

Und dennoch, den Deutschen in Rumänien so viel Leid bestellt

 

Menschheit, was ist aus dir geworden, wo bist du gelandet

Wenn ein Land, für Menschen, mit „Kopfgeld“ bezahlen muss

Mensch, wo sind die einst so edlen Werte nur gestrandet

Des Deutschtums „Krönung“ oder sein leiser Schluss

 

Wer sie kennt, Rumäniens Diktatur-Wahrheit

Der Pass-Behörde Methoden zur Ausbeutung

Folter in den Gefängnissen, Tote an den Grenzen auf der Flucht in die Freiheit

Der wird wohl staunen, über diese verspätete „Kopfgeld-Offenbarung“

 

Geheim gehalten, nur vermeintlich. Es sprach sich herum: „Deutschland zahlt!“

Bis heute suche ich, in dieser Angelegenheit, was ist „menschlich“

Dass Securitate gefoltert, verfolgt, schikaniert, für alles sich Lügen ausgemalt

Oder mit „Kopfgeld“ Freiheit bezahlt, um „Heimat“ unwiderruflich auszulöschen

 

Ja, die Geschichte, immer von den Menschen gemacht

Fragte mich oft, wo sind Herzensgüte, Kompetenzen der Mächtigen geblieben

Hat jemals, auch nur einer, an all die Betroffenen gedacht

An all die Wunden, die bis heute unheilbar geblieben

 

Geplündert, an die Front, deportiert, gekauft verkauft, vertrieben, ausgesiedelt

Und dennoch: Immer, über Jahrhunderte, ihrer Muttersprache treu geblieben

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   21.02.2014

 

 

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