Foto:©Elisabeth Anton
Diese Mörder, ob Schießbefehl, ob Folter
Geschichten an den Grenzen meiner Heimat, und nicht nur dort
Mancher Traum, er war vergebens
Geträumt in blühender Jugend
Bis die Kugeln der Grenzsoldaten
Alles Leben getötet, was sich dem Stacheldraht genähert
Viele, viel zu viele, sie hatten kein Glück
Sie fielen, leblos, auf ihre Heimaterde
Getroffen von den Kugeln der gedrillten Grenzsoldaten
Die „Heimaturlaub“ bekamen
Wenn sie illegale Grenzgänger gefangen
Noch besser, so gedrillt, gleich erschossen
Mit ihren Träumen fielen sie zu Boden
Ihr Leben zu Ende, jeder Traum, dieser Freiheitsliebenden
Und nur, weil Diktatur-Sadisten
Das Land, die Menschen tyrannisierten
In abartigster Weise, mit unvorstellbaren Methoden, ob im
Kugelhagel an den Grenzen, Folter in den Gefängnissen der Miliz-/Securitate-Zellen
Bis heute, 36 Jahre in der Freiheit, hier
Schlägt mein Herz hinter den Ohren
Erstickt jeden Blutfluss in den Adern
Stockt Gedankengänge, wenn diese Erinnerungen hochkommen
Diese Sadisten-Schweine, dieser Sadisten-Diktatur
Sie hatten keinerlei Probleme
Menschen zu foltern, an den Grenzen zu erschießen, verbluten lassen
Um heute, seelenruhig, das Licht der Sonne zu genießen, diese Mörder
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
10.07.2016

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