Montag, 12. Juni 2023

Diese Mörder, ob Schießbefehl, ob Folter


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Diese Mörder, ob Schießbefehl, ob Folter         

Geschichten an den Grenzen meiner Heimat, und nicht nur dort                            

 

Mancher Traum, er war vergebens

Geträumt in blühender Jugend

 

Bis die Kugeln der Grenzsoldaten

Alles Leben getötet, was sich dem Stacheldraht genähert

 

Viele, viel zu viele, sie hatten kein Glück

Sie fielen, leblos, auf ihre Heimaterde

 

Getroffen von den Kugeln der gedrillten Grenzsoldaten

Die „Heimaturlaub“ bekamen

 

Wenn sie illegale Grenzgänger gefangen

Noch besser, so gedrillt, gleich erschossen

 

Mit ihren Träumen fielen sie zu Boden

Ihr Leben zu Ende, jeder Traum, dieser Freiheitsliebenden

 

Und nur, weil Diktatur-Sadisten

Das Land, die Menschen tyrannisierten

 

In abartigster Weise, mit unvorstellbaren Methoden, ob im

Kugelhagel an den Grenzen, Folter in den Gefängnissen der Miliz-/Securitate-Zellen

 

Bis heute, 36 Jahre in der Freiheit, hier

Schlägt mein Herz hinter den Ohren

 

Erstickt jeden Blutfluss in den Adern

Stockt Gedankengänge, wenn diese Erinnerungen hochkommen

 

Diese Sadisten-Schweine, dieser Sadisten-Diktatur

Sie hatten keinerlei Probleme

 

Menschen zu foltern, an den Grenzen zu erschießen, verbluten lassen

Um heute, seelenruhig, das Licht der Sonne zu genießen, diese Mörder

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   10.07.2016

 

 

 

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