Mittwoch, 21. Oktober 2026

Wenn der letzte Farbenzauber sich der Vergänglichkeit beugt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Wenn der letzte Farbenzauber sich der Vergänglichkeit beugt  

  

Das Leben, manchmal, welch erdrückend Sorgen

Der Regen seine Pfützen verteilt

Kühl und schweigsam der Morgen

Der Herbst sichtbar bei uns verweilt

 

Baumkronen im welkenden Blätterkleid

Oder sie sind schon kahl, alle Äste leer

Man merkt sie eindeutig, diese farbenfrohe Herbstzeit

Manchmal der Augenblick so großartig, die Seele so einsam, so leer

 

Blätter taumeln im leisen Wind

Sie welken schweigend, fallen wortlos zur Erde nieder

Ich erinnere mich, wo ich noch ein Kind

Herbstliches Blättersammeln welch Freude, in jedem Jahr wieder

 

Der Herbst, der letzte Schritt vor der Winterzeit

Alles blüht, welkt, reicht dem Tod seine Hand

Herbst, er nimmt alle Schönheit mit

Streut Welken über Meer, Berge, Wiesen, Feld und Land

 

Wenn der Herbst seine Macht zeigt

Eilen die Stunden, es kommt des Jahres Endzeit

Wenn der letzte Farbenzauber sich vor der Zeit verneigt

Weiß man, so sieht sie aus, die unaufhaltsame Vergänglichkeit

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   08.10.2026

 

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