Freitag, 21. September 2018
Vögel kennen keine Grenzen...
Vögel kennen keine Grenzen…
Heimaterinnerungen…
Auf der Hutwett, einst
Weidende Schafe
Der Schäfer, gestützt auf seinem Stock
Schaute nach Süden
Wo, hinter der Stacheldrahtgrenze
Die Freiheit begann
Bellende Hunde
Zum täglichen Morgengruß
Die Haus- und Feldtauben flogen weit
Weil es für Vögel und Tauben
Auch während einer Diktatur
Keine Stacheldrahtgrenzen gibt…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
02.03.2018
Mein Tod, DU...
Mein Tod, DU…
Mein Tod, DU bist mein Begleiter
Seit dem ersten Atemzug
DU lebst bei mir, ohne zu reden
DU atmest mit mir, ohne mich daran zu erinnern
Dass DU immer zugegen
In jedem Augenblick, zu jeder Zeit
Mein Tod, DU bist bei mir
DU lebst mein Leben mit – ob Glück, ob Leid
DU, DU trägst meine Sorgen mit
In unvorstellbarer Schweigsamkeit
DU bist der Schatten meines Ich´s
Der einzige Schatten, den keiner sehen kann
DU, mein Tod, DU atmest mein Leben
DU lässt mich leben, leiden, tragen, altern
DU schweigst, du bleibst stumm
Ob meine Augenblicke laut oder leise
Mein Tod, ich danke dir
Für all die mir geschenkten Jahrzehnte
Dass DU noch immer bei mir
Im Schweigen deiner Unsichtbarkeit
Und dennoch tief in mir verankert
Wie das Leben, die Liebe, die Hoffnung
DU, mein Tod, DU weißt genau
Warum DU, wann, mir den letzten Atemzug eingraviert
Ohne es mir zu verraten
Weil, DU schenkst, wie immer, im Schweigen deiner Macht
Jedem von uns, die Krone der Vergänglichkeit
Auch mir, irgendwann…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
01.02.2018
Donnerstag, 20. September 2018
Heimat, der Mächtigen Geschichtsstab hat alles zerstört
Heimat, der Mächtigen Geschichtsstab hat alles zerstört
Kühler, sanfter Sommerwind
Umarmt das sich wiegende Ährenfeld
So reich meine Erinnerungen sind
So schön, einst, meine Heimat Hatzfeld
Ein Feuerleuchten, die Sonne am Horizont
Blumenmeer, Blütendüfte umarmen Gassen, Haus, Feld
Jede Jahreszeit uns mit Reichtum belohnt
Was war sie so edel, so einzigartig, meine Heimatwelt
Klatschmohn, so stolz in seinem roten Blütenkleid
Tomatenblüten, vom Gold der Sonne was geraubt
Reichtum thronte auf den Feldern – nicht nur zur Sommerzeit
Was habe ich, voller Ehrfurcht und Stolz, an Heimat geglaubt
Menschen, Sprache, Brauchtum – wie ein Gedicht
Dessen Zeilen geschrieben schon im Buch unserer Ahnen
Dass meine Heimat mal ausgelöscht, daran dachte ich nicht
Es scheint, der Mächtigen Geschichtsstab hört nicht mehr auf „mit dem Absahnen“…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
18.06.2017
Menschheit, wach auf!
Menschheit, wach auf!
Zivilisation, was ist das, heute
Ehrlichkeit, wer denkt noch daran
Heuchler, was sind das für Leute
Wo endet Fiktion, wo fängt die Lüge an
Wohin rollt die Menschheit
Was wird mit unserer Erde sein
Wenn sie nichts mehr zählen - Wahrheit, Gerechtigkeit
Dann dreht sich unser Planet bald mutterseelenallein
Wir haben noch immer nicht verstanden
Dass wir die Gaben unserer Technik nur leben sollen
Kommen uns Ehrlichsein, die Liebe, Teilen, Mitgefühl abhanden
Werden bald auch keine Panzer rollen
Wir haben sie nicht verstanden, die Natur
Dass sie uns nur mit ihren Geschenken bedacht
Dass wir nur ein vorübergehender Schatten einer Kriechwurmspur
Dass wir Mensch, Leben achten sollen, dass wir nie die Rolle einer Allmacht
Wacht auf! Rettet den bevorstehenden Untergang unserer Zivilisation
Schaut zu den Blumen, Vögel, Tieren, Gräser, zu den Sternen hin
Wacht auf! Bewahrt unsere Naturwunder - egal welcher Glaube, welche Nation
Sonst macht Hoffen auf Zukunft für unsere Kinder bald keinen Sinn…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
08.02.2017
Heimaterinnerungen...
Heimaterinnerungen…
Der Mond
spiegelt sich in der Kaul,
vor der uralten Trauerweide.
Auf der Kanalbrücke
träumt, voller Hoffnung,
ein vergessenes Fahrrad...
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
22.03.2018
Es war einmal, damals...
Es war einmal, damals…
Sonnenblumenfelder, einst,
grüßten stolz im Sonnenlicht.
Klatschmohn, einst,
zierte majestätisch den Wegrand.
Maulbeerbaumalleen, einst,
schenkten ihren saftigen Schatten.
Wer hat, warum wohl,
den Zeiger der Geschichte gedreht -
ohne Skrupel, ohne Nachdenken?
Sonnenblumenfelder, heute,
nur kahle, fremde Landschaften.
Klatschmohn, heute,
nur hie und da, seine Tränen zu sehen.
Maulbeerbaumalleen, heute,
unsichtbar schreien sie, ohne Worte,
weil selbst ihr Wurzelwerk man zu Asche verbrannt…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
15.02.2018
Mittwoch, 19. September 2018
Morgenidylle
Morgenidylle
Tautropfeneleganz
hängt an den Grashalmen.
Käfer, Würmer, noch eingerollt,
warten auf die Morgensonne.
Am Waldrand
spielt ein Hirtenjunge,
seiner Großeltern Lieblingsmelodie…
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
22.03.2018
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