Montag, 1. Juni 2020

Dann schreibe ich dir einen Liebesbrief





 
Foto:©Elisabeth Anton



Dann schreibe ich dir einen Liebesbrief                   





Wenn meine Traurigkeit so schmerzvoll

Schreibe ich dir einen Liebesbrief



Wenn mein Seelenschmerz fast unerträglich

Schreibe ich dir einen Liebesbrief



Wenn meine Gedanken mutterseelenallein

Schreibe ich dir einen Liebesbrief



Wenn mein Herz voller Tränen

Schreibe ich dir einen Liebesbrief



Wenn meine Verzweiflung grenzenlos

Schreibe ich dir einen Liebesbrief



Wenn meine Sehnsucht allmächtig

Schreibe ich dir einen Liebesbrief



Wenn mein Herz deine Nähe ersehnt

Schreibe ich dir einen Liebesbrief



Wenn mein Begehren dich sucht

Schreibe ich dir einen Liebensbrief



Wenn meine Liebe dich leise ruft

Schreibe ich dir den schönsten Liebesbrief…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

               20.05.2020


„Grenz-Stadt“, meine Heimat Hatzfeld

















Foto:©Elisabeth Anton


„Grenz-Stadt“, meine Heimat Hatzfeld                                  

Hinter der Stacheldrahtgrenze, die Freiheit zu sehen





Wenn man Hatzfeld, meine Heimat, betreten

Standen SIE schon da, mit aufgepflanztem Gewehr

Gegen deren Sadismus half nicht mal Beten

Soweit das Auge reicht, die Felder ein wogendes Weizenmeer



Zuckerrüben mussten gepflanzt werden, dort, in Grenznähe

Damit man die Landesverräter leichter sehen kann

Vom Dachboden, bis heute, diese Weiten ich sehe

Pfeifen der Raketen, Schießen an der Grenze – ob Frau, Kind, ob Mann



SIE schossen auf alles – ob mit, ob ohne Schatten

Befehl war Befehl, DEREN Heimaturlaub der größte Traum

Diese Grenzsoldaten, nur ein einziges Ziel SIE hatten

Landesverräter zu fangen, zu erschießen, zu Tode prügeln. Man glaubt es kaum



Man konnte es nicht erahnen, mit welch Brutalität

SIE Menschen erschossen, geschlagen, getreten, gequält

Heute, heute noch genießt MANCH EINER die Realität

Dass ER Menschen erschossen, schon lange nicht mehr zählt



Und diese Sadisten, an den Grenzen meiner Heimat

Bekamen danach noch besondere Rente, ewigen Privilegierten-Status

Als ob ich das heute noch sehe, diesen beängstigenden Stacheldraht

Die Mörder der Diktaturzeit, in Rumäniens Kommunismus



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  09.05.2020


Wege ewiger Vergänglichkeit

















Foto:©Elisabeth Anton


Wege ewiger Vergänglichkeit     





Blühende Akazienbaumkronen

Bemalen die heimatliche Landschaft

Der Duft ihrer Blüten, vom Windhauch mitgenommen

Weit über Haus, Hof, Garten, Feld und Veranda



Damit der Schleier dieser Akazienpracht

In weißem Leuchten seinen Duft noch schenkt

Bevor Schönheit und Düfte weiterziehen

In ihrem Welken dieser unaufhaltsamen Vergänglichkeit



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                 17.05.2020




Ehrliche Freundschaft, unbezahlbarer Reichtum, zu jeder Jahreszeit

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