Sonntag, 4. Mai 2025

Wenn du keine Karte, keinen Brief mehr schreiben kannst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

Wenn du keine Karte, keinen Brief mehr schreiben kannst        

Heimat, es war einmal

 

Kannst du keine Karte, keinen Brief mehr schreiben

Beim Anruf sagt eine Stimme: „Diese Nummer gibt es nicht mehr!“

Dann, dann nur noch Erinnerungen bleiben

Das Glas der Hoffnung bleibt leer

 

Kannst du keine Karte mehr schreiben

Weil es niemanden mehr in der Heimat gibt, der Tod alle mitgenommen

Die Vergänglichkeit dir zeigt, nichts wird bleiben

Alles vergänglich, egal was du vom Leben bekommen

 

Alles kommt und geht Richtung Ewigkeit

Heimat, auch du wirst nicht verschont

So schnell ist sie dahin, unsere, deine Zeit

Irgendwann nicht mal mehr „Erinnerung“ thront

 

„Diese Nummer gibt es nicht mehr!“, eine Stimme mir gestanden

Irgendwann, irgendwann, nicht mal mehr Erinnerungen bleiben

Heimat, alles, alles kommt abhanden

Kannst du nicht mal mehr eine Karte, einen Brief schreiben

 

Heimat, so schnell war sie dahin, unserer Jahrzehnte Zeit

Wir mussten aussiedeln, weil Freiheit unser Traum

Heute, so fern, so fern, meiner Heimat wohltuende Geborgenheit

Alles kommt und vergeht, ob Zeit, ob Raum

 

Irgendwann, irgendwann, alles dahin, alles, was du vom Leben bekommen

Weil der Tod alle und alles mitgenommen

So unbarmherzig der Vergänglichkeit stetes Treiben

Kannst du, irgendwann, nicht mal mehr eine Karte, einen Brief schreiben

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   18.04.2025

 

 

 

„Freiheit“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

 

„Freiheit“                                                                          

 

Freiheit

Sie hat viele Menschen verändert

 

Manch einer so anders

Seit in Freiheit sein Leben

 

Manch einer blieb standhaft

Trotz „Freiheit“

 

Freiheit

Der Traum vieler, die hinter Stacheldraht gelebt

 

Freiheit

Die Aussiedlung vieler, Heimat aufopfern müssen

 

Freiheit

Sie hat viel gegeben, alles genommen, was Heimatglück

 

Freiheit, dieser ewige Menschheitstraum

Der manch einen verändert, manch einen nie

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                18.04.2025

 

Samstag, 3. Mai 2025

Wer nur noch tötet, zerstört, wann lebt er die Werte des Lebens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Wer nur noch tötet, zerstört, wann lebt er die Werte des Lebens    

 

Sehen die Verantwortlichen

Für all diese hunderttausenden Getöteten

Diese Billionen und Abermillionen Tränen

Dieses tiefe, grenzenlose Leiden der Hinterbliebenen, nicht

 

Sehen die Verantwortlichen

Nicht mehr über den Tellerrand hinaus

Nicht mehr, diese unsere traurige Wirklichkeit

Diese mörderisch atmende Gegenwart

 

Wie alles sich in Richtung Abgrund bewegt

So viel wird vernichtet, zerstört, täglich

Dörfer, Städte, Häuser, Felder, Wiesen Gärten zerstört

Überall Bomben, Drohnen, Raketen

 

Nur noch Vernichtung, getötete Unschuldige

Millionen Kriegstote, und die Welt redet noch immer nicht von Frieden

Nichts von Verhandlungen, nichts von Diplomatie

Nur noch Schulden für kommende Generationen, Waffen zur Verteidigung

 

Welche Verteidigung, wenn alle in Frieden leben wollen

Die Menschen wollen Frieden, nicht ihre Väter, Söhne, Männer opfern

Für wen, warum, weshalb wird noch immer getötet

Die Unschuldigen töten sich gegenseitig, die Verantwortlichen interessiert das nicht

 

Mensch, siehst du nicht, wie arm du geworden

Wie abgrundtief unmenschlich du geworden

Im 21. Jahrhundert, wo die Welt eigentlich blühen will

Nicht weitere Heldengräber graben

 

Mensch, schau zu den Sternen, zur Sonne, zum Mond

Schau doch endlich hin, wie schön und reich unsere Erde

Mensch, wach auf, ehe es für alle und alles zu spät

Die Menschen wollen, ALLE, nur den Frieden für unsere Erde, unsere Welt

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  17.03.2025

 

 

 

 

 

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