Samstag, 12. Januar 2019

Seit mein Herrgott mir geflüstert...















Seit mein Herrgott mir geflüstert…   
Erinnerungen an mein Leben…

 

Als ich, durch mein Leid, ganz unten war
Hoffnungslos am Boden gelegen
Musste ich erleben, meine Erkenntnis war klar
Keiner mehr da – Eis und Leere auf all meinen Wegen

Keine Familie, keine Freunde, kein Nachbar
Nicht mal ein Lichtfunke, war zu sehen
Alles nur voller Finsternis war
Ich konnte weder stehen noch gehen

Als ich zutiefst von meinen Schicksalen berührt
Und überall nur noch Schmerz und Tränenmeer
Weder Leben noch Hoffnung gespürt
Es schien, dass auch mein letztes Glas leer

Es kam niemand vorbei. Ich kämpfte um Luft und Sein
Versuchte irgendwann aufzustehen, suchte nach Licht
Niemand war da. Ich blieb mutterseelenallein
Aufgeben, aufgeben durfte ich nicht

Am Boden liegend, es hat mich stark gemacht
Der Himmel wollte, dass ich aufstehen kann, weitergehen
Meine Hoffnungslosigkeit hat mich mit Licht bedacht
Seit mein Herrgott mir geflüstert: „Atme Hoffnung, um aufrecht vor der Pflicht zu stehen.“

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
        31.12.2018

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