Foto:©Elisabeth Anton
Wenn nur die
Erinnerung bleibt
Der
Tod, er ist der schwerste Schritt
Weil
er die Tür zum Leben schließt
Er
nimmt die Tränen deiner Traurigkeit nicht mit
Wenn
keiner weiß, wohin der Zeitstrom fließt
Er
lässt dich mit deiner Trauer, deinen Tränen allein
Er
lässt dich mit all den gelebten Stunden zurück
Der
Tod kann auch erlösend, auch grausam sein
Eines
kann er bestimmt: Er kennt kein Zurück
Er
nimmt dir das Liebste, mitten aus dem Leben
Er
greift nach Kind, Jugend, nach dem Greis
Der
Tod, er hat noch nie eine Chance gegeben
Er
trägt dich fort – ob im Schlaf, ob schuftend im Schweiß
Er
nimmt dir den Menschen, der ein Teil von dir
Er
kommt, ohne zu fragen, nimmt einfach und geht
Der
Tod schließt, ungefragt, eines Lebens Tür
Egal,
wer danach hilflos vor seinem Weiterleben steht
Der
Tod – so allmächtig wie die Natur mit ihrer Allmacht
Er
ist mal da, mal dort – überallhin ihn das Leben treibt
Keiner
von uns weiß, wann ihm die letzte Stunde gepacht´
Der
Tod, er nimmt das Leben, die Erinnerung bleibt
Er
zeigt uns, dass das Leben aus Samt und Stein
Aus
Felsen, Seide, Blumen, Sand, Gras, Moos, Dornen besteht
Ohne
den Tod sieht keiner von uns den Sonnenschein
Wer
einst gelebt, muss wissen, dass er irgendwann auch geht
Lebe
die Stunden, wie sie kommen
Lebe
den Augenblick, des Glückes göttliches Treiben
Was
dir einst als Glück gegeben, wird dir irgendwann genommen
Das
ist der Preis des Lebens, wenn nur noch Erinnerungen bleiben
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
12.01.2005
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