Sonntag, 22. September 2019

Zeit, bleib stehen

















 Foto:©Elisabeth Anton



Zeit, bleib stehen             


Wenn der Schmerz dir untragbar scheint
Denke nie, es geht nicht weiter, am nächsten Morgen
Deine Seele hat so viele Tränen geweint
Geplagt von Kummer, Leid und schmerzhaften Sorgen

Und irgendwann, du glaubst es kaum
Wenn es dir scheint, Hoffnung und Kraft sind am Ende
Dringt auf einmal ein Lichtstrahl in den Raum
Und irgendwoher, reicht man dir die Hände

Nach jedem Donnergroll scheint irgendwann die Sonne wieder
Nach jeder Traurigkeit stellt sich irgendwann auch die Freude ein
Wenn sie auch verwelkt seine Blüten, im nächsten Jahr duftet der Flieder
Nach eisigem Winter kehrt der Frühling mit grünendem Erwachen ein

Ein Rad, so ruhelos und stetig fortwährend in seiner Spur
Ist unser Leben – ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winterzeit
Mal grün gedeihend, mal verwelkt der Felder weite Flur
Ein Wandern durch Glück, Hoffnung, Leid, Lachen – unsere Lebenszeit

Ich habe erfahren was Glück, Schmerz, Liebe, Freud und Leid
Blieb auf dem Wellengang des Lebens nicht verschont
Bin sehr dankbar für die Farbenpracht jeder meiner Jahreszeit
Zeit, bleib stehen - wenn im größten Schmerz das Glück mal bei mir wohnt

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
             31.12.2005



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