Donnerstag, 9. April 2020

Weit draußen auf dem Meer


 

Foto:©Elisabeth Anton

 
Weit draußen auf dem Meer                             





Über die schweigenden Baumkronen

Legt die Natur ihr Abendrot

Wolkenberge wie Farbgirlanden thronen

Am Horizont trägt das Meer ein kleines Boot



Sein Fährmann wollte hinaus, weit aufs Meer

Seine Liebste wiederzufinden

Hoffnung so klein, kein Lichtstrahl mehr

Sehnsucht muss sich mit Schmerz verbinden



Zu groß sein Schmerz, sein heimliches Leid

Er fuhr hinaus aufs weite Meer

Weil er hoffte, weit draußen, mit der Zeit

Sie zu finden. Es wütet das schäumende Meer



Sein Boot findet seine Liebste nicht

Wie klein er doch ist, in diesem Wellenspiel

Plötzlich Stille. Sein altes Boot zerbricht

Bevor er es erreicht´, sein Ziel



Am weißen Segel, am zerbrochenen Mast

Hält er sich fest, weit draußen, zwischen Meer und Sternenzelt

„Oh Himmel, wenn du noch ein Stück Hoffnung hast

Borg sie mir, dass ich sie finde, meiner Träume Wunderwelt…“



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

               30.03.2020




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