Donnerstag, 2. Mai 2024

Meine Erfahrungsschätze, der Reichtum meines Herbstes

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Meine Erfahrungsschätze, der Reichtum meines Herbstes        

 

Viele Jahrzehnte mir geschenkt

Mit allem, was in einem Leben möglich

Ich weiß, keiner eigenhändig sein Schicksal lenkt

Es gibt diese unerklärbaren Mächte, seit immer und ewig

 

In den Stürmen der Jahreszeiten musste ich überleben

In eisiger Nacht suchte ich der Sonne Licht

Mir waren Dornen und Steine, das Glück der großen Liebe gegeben

Wie schwer auch manchmal der Weg, aufgeben wollte ich nicht

 

Ich versuchte, mit allerletzter Kraft, aufrecht zu bleiben

Sah mich um, ob Sturm, Regen oder Sonnenschein, nach allen Seiten

Sammelte Erfahrungen, in diesem stürmischen Wellentreiben

Erkannte der Ehrlichen Herzen, der Unehrlichen Schattenseiten

 

Ich musste, immer, allein kämpfen, egal an welcher Front

Ob tränenreich meine Tage, ob Hoffnung in Sicht

Der Himmel, er hat mich immer mit Kraft belohnt

Ich durfte weitergehen, aufgeben wollte ich nicht

 

Im Kampf des Alltags, Jahr um Jahr

Durfte ich erkennen, wer Freund, wo atmet Ehrlichkeit

Wie bitter schwer auch mancher Weg war

Ich bin dankbar für jede Erfahrung, die mir Taktstock durch die Vergänglichkeit

 

Ob eisige Stürme, ob wohltuendes Wellenspiel

Ich atmete tief, gab nie auf, wollte immer aufrecht bleiben

Erfahrungen des Lebens, welch wertvolles Ziel

Schenken Kraft und Halt, lassen dich nie allein, in diesem eisigen Schicksalstreiben

 

Meine Erfahrungsschätze, die unbezahlbaren Perlen, Reichtum meiner Herbstzeit

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                  27.12.2022

 

 

 

 

Mittwoch, 1. Mai 2024

Warum schaut die Welt zu? Wo ist sie geblieben, diese wertvolle Diplomatie?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton 

 

Warum schaut die Welt zu?

Wo ist sie geblieben, diese wertvolle Diplomatie?        

 

 

Häuserruinen schweigen in ihrem Leid

Der Wind versucht, sie wortlos zu umarmen

Überall Kriege, Töten, Hunger. Welch grausame Zeit

Und die Welt schaut zu. Kein Trost, keine Hilfe, kein Erbarmen

 

Sieht keiner mehr, den Schmerz der Kinder, die ohne Bein

Die keine Hände mehr, ihre Eltern sind tot

Menschheit, wach auf, sonst wird alles verloren sein

Beendet die Kriege der Welt, Foltern, Töten, jede Hungersnot

 

Sieht keiner mehr der Unschuldigen Tränen

Die ihre getöteten Familienangehörigen zu Grabe tragen

IHR, Kriegsverbrecher, könnt IHR noch das Wort „Verantwortung“ erwähnen

Was denkt IHR, wer wird all diese Verantwortung tragen

 

Wer verantwortet für der unschuldigen Kinderseelen Schmerz und Traurigkeit

Hilflose Kinderschreie verhallen mit dem Wind, ungehört

Wir haben alle ein Recht auf unsere Lebenszeit

Stoppt das Grauen dieser Kriege! Habt IHR nicht schon genug zerstört

 

Warum schaut die Welt zu? Warum kein Frieden gewollt, Frieden für die Welt

Warum schiebt man Diplomatie beiseite, Waffenlieferungen an die Tagesordnung

Was immer auch meine Gedankenrichtung wählt

Wir brauchen den Frieden, Frieden für unserer Kinder letzte Zukunftshoffnung 

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   27.04.2024  

 

IHR, Kriegsverbrecher, EUCH berühren sie nicht, Leid und Schmerz der Unschuldigen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

IHR, Kriegsverbrecher, EUCH berühren sie nicht, Leid und Schmerz der Unschuldigen

                                                                                      

Der alte Mann, allein am Straßenrand

Zerfetzt seine Kleidung, Fotoreste in seiner Hand

Er schaut zum Himmel, sucht nach seinem Land

Tränen, solche Tränen hat der Greis bis jetzt nicht gekannt

 

Er hat, irgendwie, vor Freude geweint, voller Dankbarkeit

Er spürte seine Tränen, Fotoreste, die ihm geschenkt, obwohl kein Zurück

Wohin verschwunden, all die glückliche Zeit

Plötzlich, nur noch Krieg, Töten, Morden, Hungersnot, verbanntes Glück

 

Der Greis erhebt sich von seinem Stein

Faltet die Hände zum Beten, schaut zum Himmelszelt

Wo mögen nur all seine Lieben sein

Von der Bombe zerfetzt oder leben sie noch, wenn er Erinnerung gewählt

 

Ein Anblick voller Schmerz, meine Tränen unaufhaltsam

Sehe ich sie, die Trümmer der Ruinenstädte, diese Boten gnadenloser Zerstörung

Wie lange schaut die Welt noch zu, wo alles nur noch grauenvoll, grausam

Der Greis faltet abermals die Hände: „Warum so schmerzvoll, ohne Hoffnung?“

 

Er schaut zum Himmel, wischt seine Tränen fort

Vor ihm, seine getötete Frau, Tochter und Enkelkind

Beendet sie endlich, alle Kriege, an jedem Ort

Lasst es nicht unerhört verhallen, der Unschuldigen Leid, im traurigen Abendwind

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   27.04.2024

Überall herbstliche Schönheit

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