Donnerstag, 20. Dezember 2018
Weihnachten, ein Fest der Liebe
Weihnachten, ein Fest der Liebe
Weihnachten, welch besinnliche Zeit
Für manch einen im Hasten nach Geschenke, Essen, sie untergehen
Sinn und Tiefe dieser heiligen Zeit
Warum wir andachtsvoll vor der Krippe stehen
Wer tief im Glauben versteht
Was Weihnachten uns sagen will
Der auch still und ehrfurchtsvoll durch diese Zeit geht
Ihren Sinn zu leben – betend, hoffend, dankend still
Wer an Weihnachten nicht zuhause kann sein
Tief in seiner Seele, seinen Gedanken, Glauben, seinem Herzen
Das Fest verstehen – ob mit Familie, ob allein
Der kann auch nicht verstehen, was Glück, was Schmerzen
Weihnachten, das Fest der Liebe, der Dankbarkeit
Wenn Menschen den Glauben verstehen, leben
Sie will uns was verkünden, diese Weihnachtszeit
Sei dankbar, weil heilig das Fest – ob Helfen, ob Beten, ob Danken, ob Geben
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
21.12.2017
Weihnachten, nur tief im Herzen
Weihnachten, nur tief im Herzen
Die Nacht zieht davon. So leise
Schiebt sie sie fort, die Dunkelheit
Schneeflocken wiegen sich im Wind, majestätisch leise
Weil sie Boten des Himmelszelt´, Wunder der Jahreszeit
Tannen warten auf ihr Weihnachtskleid
Wenn bunte Kugeln wie funkelnder Perlentraum
Wenn so wohltuend zu spüren, diese heilig hehre Zeit
Ob im Gebet, ob im Urlaub, ob vor dem Weihnachtsbaum
Weihnachten, des Jahres Krönung
Ein Fest der Liebe, der besinnlichen Zeit
Weihnachten bringt Freude, Nachdenken, manch Erinnerung
Heiligabend – welch wundervoll reich geschmückte Herrlichkeit
Weihnachten, dies Fest, nur im Herzen zu spüren
Wenn deine Gefühle dankend vor den Stunden der Zeit stehen
Wenn du fähig, den tieferen Sinn der Weihnacht zu berühren
Wirst auch du den festlichen Reigen der Engel, oben, hinter den Wolken sehen
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
21.12.2017
Ein Dezembermorgen
Ein Dezembermorgen
Ich saß auf einer Bank, am Rhein
Vom Wasser her, eine mich umarmende Stille
Ich dachte, ich bin da ganz mutterseelenallein
Allein mit mir, meinem Atem, meiner Hoffnung Windstille
Plötzlich, ein Schatten bewegt sich in meine Nähe
Eine alte Frau, gebückt im Schmerz, mit ausgestreckter Hand
Ich weiß nicht mal mehr, ob ich fliege oder stehe
Spüre meinen Herzschlag, meine zitternde Hand
Sie ging weiter, blieb nicht bei mir stehen
In stummen Schritten durchquerte sie den Augenblick
Ich atme, ich weine, ich muss aufstehen
Eile ihr hinterher, als ob einzufangen für sie das Glück
Ich stehe vor ihr. Müde, die Falten in ihrem Gesicht
Ihre Augen, als ob eben einen Roman geschrieben
„Tut mir leid!“, sagte ich, „ Ich wollte das nicht.
Wollte nicht schweigen, obwohl ich stumm geblieben.“
Zum Gruß berührte ich ihre Hand, so sachte, so zart
Griff in meine Tasche, reichte ihr mehrere Geldscheine
„Das Leben ist manchmal sehr hart!“
Sagte ich in tiefer Traurigkeit. Ich weine
„Nicht weinen meinetwegen, Du gutes Herz
Seit Stunden quäle ich mich durch Stadt, Park, am Rhein
Nur Du, nur Du hast sie wirklich gesehen, meine Not, meinen Schmerz
Ich danke Dir! Möge der Himmel Dir ewig gnädig sein!“
Wie sie gekommen, so still und leise
So ist sie auch, als ob im Nichts, verschwunden
Noch immer höre ich ihre Schritte, so unheimlich leise
Diese Erinnerung mich, bis heute, mit diesem Schicksal verbunden
Eine einsame Bank, der still wellende Rhein
Leiser Wind, Leben voller Qual, Tränen und Leid
Wie tief kann Schmerz, wie ewig still die Erinnerung sein
Bevor sie verschwindet, im Fluss dieser unaufhaltsamen Vergänglichkeit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
21.03.2017
Mittwoch, 19. Dezember 2018
Heiligabend, die einsame Puppe im Schaufenster
Heiligabend, die einsame Puppe im Schaufenster
Ein kleines Mädchen steht staunend davor
Betrachtet das Schaufenster, mit all seinem Lichterglanz
Schaut zu einer Puppe, die einsam vor dem Tor
Nicht im Kreise der anderen, deren Freude Singen und Tanz
Das Mädchen schaut nur zur Puppe, die allein
Vor dem verschneiten Tor sitzen geblieben
So wunderschön kann die Welt der Schaufenster sein
Sie, sie hat nicht mal dem Christkind geschrieben
Die schwere Armut im Elternhaus
Ermöglichte ihr das Schreiben nicht
Sie half im Garten, Feld, pflegte ihr Eltern, putzte das Haus
Nur schreiben, schreiben lernte sie nicht
Passanten gehen stumm an diesem Schaufenster vorbei
Im Trubel des Alltags sah man das Mädchen nicht
Den Wohlhabenden ist das auch einerlei
„Wer arm, selbst schuld!“ – aus der Leute Sicht
Die Straßen leeren sich von den Menschenmassen
Es wird ruhig im Kaufhaus, man geht nach Haus
Das Mädchen, es kann die Puppe jetzt nicht im Stich lassen
Sie ist doch so einsam, so allein, ohne Zuhaus´
Mit ihren frierenden Händen streichelt sie das Schaufensterglas
Ihre Tränen fallen so still, ungehört, zu Eistropfen
„Unter dem Weihnachtsbaum heben sie jetzt ihr Glas
Vergaßen, bei uns Armen anzuklopfen.“
So denkt das Mädchen, spürt seine Tränen
„Püppchen, ich muss zu meinen Eltern, nach Haus
Ich werde ihnen von deiner Traumwelt erzählen
Dass auch du, Heiligabend, ohne Applaus
Dass die Armen der Ärmsten vergessen von der Welt
Tief im Herzen, Püppchen, denke ich an dich
Die Menschen wissen nicht mehr, was wirklich zählt
Dass unser aller Zeit – ob arm, ob reich – vergänglich
„Tschüss, Püppchen! Ich muss nun leider gehen
Mutter, Vater, sie warten. Würde dich gerne mitnehmen, umarmen
Leider, ich habe kein Geld. Muss jetzt nach Hause gehen
Vielleicht hat das Christkind auch mit uns mal, irgendwann, Erbarmen…!“
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
25.12.2017
Frohe Weihnachten
Frohe Weihnachten
Das Jahr hat seine Pflicht getan
Weihnachten steht vor der Tür
Erinnerungen fangen zu leben an
Jede tanzt ihre eigene Kür
Nimm die Weihnachtstage
Der Vergangenheit zu danken
Ohne Reue, ohne Hass, ohne Frage
Lass einfach Freude wie Rosen ranken
Besinne dich, was war falsch, was richtig
Bedenke, schon wieder ein Jahr dahin
Lebe die heilige Weihnacht, ignoriere was unwichtig
Nimm´ dir Zeit, wenn das Fest dir zeigt, wie edel sein Weg und Sinn
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
19.12. 2015
Heuchler bleiben Heuchler
Heuchler bleibt Heuchler
Wenn der Mensch
Voller Hass, Neid, Wut
Mit Heucheln erwachsen geworden
Fernab jeglicher Ehrlichkeit
Kann er Landesgrenzen passieren
Diktaturen bequem überleben
Bleibt er ein Heuchler
Wie er das schon immer gelebt
Fernab jeglicher Ehrlichkeit
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
09.05.2018
Dienstag, 18. Dezember 2018
Zaubermacht heimatlicher Weihnacht
Zaubermacht heimatlicher Weihnacht
Seit 36 Jahren, wieder Weihnacht
Fern meiner Heimat, meinem Hatzfeld
All die Jahrzehnte an Daheim gedacht
Dich nie vergessen, du meine Heimatwelt*
Weihnachten zuhause, die alten Lieder
Tief im Herzen Ruhe und Zufriedenheit
Wie es mal war, wird es nie mehr wieder
Nie mehr, dieser Zauber der Heimat, zur Weihnachtszeit
Weihnachten daheim, dieser edle Kerzenschein
Diese Ehrfurcht vor Mensch, Natur, Himmelszelt
Tief im Herzen, was konnte man zufrieden, dankbar sein
Wie war sie so wunderschön, meine Heimatwelt
Großmutter zündete die Kerzen an
Als ob diese Zeremonie dem Himmel geweiht
Ehrfurcht im Herzen, vor Mensch, Fest und Tann´
Heiligabend daheim, welch unbezahlbar, reiche Zeit
Im Herzen tief, die Freude zu spüren
Die Dankbarkeit, die Ehrfurcht, sie fehlten nie
Erinnerungen, so tief könnt ihr mich berühren
Weihnachten daheim, welch wundervolle Seelenharmonie
Man lebte, tief im Herzen, voller Ehrfurcht, des Festes Heiligkeit
Den Zauber, die Botschaft, die Stille der Heiligen Nacht
Weihnachten daheim, in meinem Elternhaus, welch Geborgenheit
Wenn sie zu spüren, die Zaubermacht heimatlicher Weihnacht
©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
24.12.2015
*Für mich gab es „meine Heimatwelt“, mit all ihren Menschen, Brauchtum und Sprache - nicht zu verwechseln, nicht zu vergleichen, mit der damals wütenden Diktatur-Tyrannei
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