Samstag, 29. April 2023

"Das Leben ist oft hart und rücksichtslos", sagte er zu ihr

  


    
                   

 

 

 

 

 

 

 

  Foto:©Elisabeth Anton

 

 "Das Leben ist oft hart und rücksichtslos", sagte er zu ihr

 

Wenn das Schicksal dich still verlässt

Und der Boden unter dir, droht zu verschwinden

Dann musst du Stärke suchen, die Hoffnung zulässt

Du musst es allein versuchen, deinen Weg zu finden

 

Wenn du voller Kraft und gut gelaunt

Kommen alle, wenn sie was wollen von dir

Bist du dem Abgrund nah, dann, keiner bestaunt

Oder hilft. Dann sind alle weit weg von dir

 

Wenn du mit deiner Kraft am Ende

Deinen eigenen Weg willst du gehen

Dann begegnen dir manch kalte Hände

Und du kannst mit deinen Sorgen allein dastehen

 

Lass dich auf deinem Weg nicht erblinden

Tu, was für dich richtig, gut für dich allein

Du musst den Weg durch deine Sorgen doch allein finden

Um am Ende, nicht nur für andere da zu sein

 

Das Leben prüft oft hart und rücksichtslos, auch dich

Es legt dir auf deinen Weg oft einen schweren Stein

Wie aussichtslos es auch mal scheint, sei stark, denk an mich

Irgendwann gibt es auch für uns ein stilles Glücklichsein

 

Im Leben geschieht immer, was geschehen muss

Keiner von uns dreht das Rad nach seinem Traum

Doch irgendwann kommt die Stunde, in der von dir ein Kuss

Unsere Sorgen trägt, weit über Zeit und Raum

 

Es geht mir so schlecht, ich versuche noch zu hoffen

Dass in der Ferne, irgendwo, für mich ein Licht von dir

Die Wege des Lebens stehen jedem offen

Nur für mich sind alle Türen zu, wenn du nicht bei mir 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld 

                21.01.2002  

 

 


                 

 

Welt der Schicksale


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:©Elisabeth Anton

 

Welt der Schicksale                                                                                 

 

Einsamkeit und Alleinsein sind nur dann Qual und Schmerz

Wenn Schicksalspflichten, dir, unsichtbare Grenzen zeichnen

 

Wenn du, obwohl in Freiheit

„Eingesperrt“, weil deine Schicksale es so diktieren

 

Weil du, mit all dem Leid allein

Allein durch die Jahrzehnte gehen musst

 

Dich quälen, deine Kraft einzuteilen

Damit du genug Wärme und Geborgenheit schenken kannst

 

Damit du all deine Pflichten erfüllen kannst

Für jeden und alles stark genug bleiben

 

Damit die Welt „deiner Pflichten“

Sich nie allein, nie einsam fühlt

 

Behinderung und Alzheimer, sie wissen nicht

Dass auch deine Kraft mal geschwächt

 

Sie wissen nicht, wie es dir geht

Wenn deine Früh- und Spätschicht getan

 

Die Nacht ihre Dunkelheit streut, für die nächsten Pflichten

Und du nun allein, allein mit dir in dieser Finsternis

 

In dieser unsichtbaren Zwangsjacke voller Gitterstäbe, die niemand sieht

Aber du musst sie überleben, du musst sie akzeptieren

 

Alles, restlos alles, in Würde tragen

Immer präsent sein, um Liebe, Geborgenheit zu schenken

 

Damit die Welt deiner Schicksale

Glück und Zufriedensein spüren, leben kann

 

Ohne zu ahnen, wie bitter dein Kampf

In „dieser Einsamkeit“, mit erhobenem Haupt, zu überleben

 

Gelassen und stark zu bleiben

Auch wenn immer mutterseelenallein

 

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

                   02.07.2016

 

 

 

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