Dienstag, 26. Februar 2019

Sag es mir, WER?

















Sag es mir, WER?                                    



Erkläre mir

WER die Geschichte schreibt

Sag es mir

WOHIN der Wind die Wolken treibt



Erkläre mir

WAS mit den Gräbern geschieht

Sag es mir

WOHIN der Heimatwind zieht



Erkläre mir

WARUM die Häusergiebel ein traurig Gesicht

Sag es mir

WARUM es erloschen, meiner Heimat Licht



Erkläre mir

WARUM Heimat opfern, für Freiheit

Sag es mir

WO sind die Jahre meiner Heimatzeit



Erkläre mir

WARUM es weint, das Sternenzelt

Sag es mir

WO ist sie hin, meine Heimatwelt



Erkläre mir

WER diese Zerstörung diktiert

Sag es mir

WIE LANGE Erinnerungen noch eingraviert



Erkläre mir

WARUM man sie benachteiligt

Sag es mir

WARUM „der Zweck die Mittel heiligt“



Erkläre mir

WO sind sie hin, die Brunnen, die Gartenpracht

Sag es mir

WER hat aus meiner Heimat eine weinende Ruine gemacht



Erkläre mir!

Sag es mir!

WER…?



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

          11.02.2019


Bedenke: Auch du hast nur ein Leben
















Bedenke: Auch du hast nur ein Leben                     





Wer fähig, abgrundtiefe Unmenschlichkeit zu leben

Einen Unschuldigen, zutiefst zu verletzen

Dessen Blicke werden auch mal Richtung Himmel streben

Sich fragend, will er auch Gutes tun oder weiter Bösem nachhetzen



Wer nicht Gutes tun will, teilen kann, geben

Wer den anderen, skrupellos, gestürzt ins Leid

Der muss sich mal fragen, wo der Sinn des Lebens

Wie er sie lebt, die ihm geschenkte Zeit



Mensch, wer immer du bist

Du hast nur einen Weg, nur ein Leben

Hinterlasse Wertvolles, bevor sie zu Ende, deine Frist

Bedenke, wie schnell es vorbei sein kann, dein Leben



Wer fähig, abgrundtiefe Unmenschlichkeit zu leben

Einen Unschuldigen zutiefst zu verletzen

Dessen Blicke werden auch mal Richtung Himmel streben

Sich fragend, will er auch Gutes tun oder weiterhin Bösem nachhetzen…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

          07.01.2019

Sehnsucht


















Sehnsucht


Sehnsucht, Sehnsucht schreit der Morgen
Weil er den Ruf der Nacht nicht überhört
Glück, man kann es nicht borgen
Nichts verändern, wenn es andern gehört

Sehnsucht, welch Schmerz, welch Sein im Augenblick
Wenn alle Fasern des Körpers dir zeigen
Dass du am Leben, auch wenn das Glück
Weit von dir, deine Tage sich wortlos neigen

Sehnsucht, sie fragt nicht nach der Zeit
Ob du traurig, ob du viele Tränen geweint
Sehnsucht, sie bleibt dein Rufen nach Liebe, Geborgenheit
Weil sie hofft, dass auch für dich die Sonne scheint

©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld
          10.06.2019



Montag, 25. Februar 2019

In den Krallen des Adlers


















 
In den Krallen des Adlers                                                         





In den Krallen des Adlers hat man es nicht leicht

Ob du Rehkitz oder sonst ein verlorenes Tier

Manchem Adler es niemals zur Genüge reicht

Er weiß, dass er der König in seiner Lüfte Revier



Hoch oben herrscht er mit seiner Gewalt

Übersieht Höhen und Täler, Armut und Reichtum

Ein Adler, er bleibt treu seiner Gestalt

Herrschsucht, seiner Kraft - rund um den Erdball herum



Des Geiers Krallen und des Alders Sturzflug

Kannst du nie ändern, auch sein Herz nicht berühren

Es ist so eisern wie die Schar am Pflug

Das Herz des Adlers, so kalt - nichts kann es rühren



Schon seit Weltengedenken waren sie hoch oben

Herrscher über Meere, Berg, Schluchten und Tal

Sie sahen nur ihre Beute, bleiben immer ganz oben

Unberührt vom Leid des Hungernden, von seiner Qual



Ob reich oder arm, ob jung oder alt

Irgendwann ist auch der größte Adler tot

Das Leben und der Tod - für alle nur eine Gestalt

Ob du Adler oben oder da unten arm in Not



Adler der Lüfte, ihr Hyänen der Menschheit, der Seele

Auch ihr werdet da oben mal zur Neige gezwungen

Oh, Mensch! Deinen Weg stets edel wähle

Dann, auch in der Armut, dir eine Stunde göttlichen Glücks gelungen...



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

         09.08.2001




Willst du glücklich sein...


















Willst du glücklich sein…          

                       



Willst du glücklich sein am Morgen

Umarme den Menschen, der dich gerne umarmt

Willst du Liebe spüren, ohne Sorgen

Denke, wenn du in Not, wer sich deiner erbarmt



Willst du glücklich sein am Tag

Umarme jenen Menschen, der dein Glück

Der dich mehr als nur einfach mag

Der dich innig liebt, weil du sein ganzes Glück



Willst du glücklich sein am Abend

Umarme die Liebe deines Lebens

Im Schein der Finsternis dich labend

Spüre, dass im Leben nichts vergebens



Willst du glücklich sein bei Nacht

Liebe den Menschen, der dir grenzenlos nah

Der dich mit seiner Liebe, Begehren, Erfüllung bedacht

Liebe den Menschen, der dir immer nah…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

        23.02.2019


Wenn der Frühling mit seinen Farbfäden webt...




















Wenn der Frühling mit seinen Farbfäden webt…                          




Ich schließe die Augen und gehe nach Haus

Mein Blick „weidet“ durch Gassen, Gärten, über das weite Feld

Im Garten, bestimmt schon einige grüne Spitzen raus

Von Zwiebeln, Salat, was sonst man noch gepflanzt. Es blüht die „Huttwett“1



Die Sonne breitet ihre Strahlen über Hatzfeld

Das leuchtende Grün, Blütenvielfalt bemalen die Gärten in herrlichsten Farben

Baumkronen sind wie Blumensträuße. Das Getreide wächst auf dem Feld

Erinnerungen tun weh - diese so tiefen, so eigenartigen Narben



In meiner Heimat habe ich Natur gelebt, sie gespürt

Das Glück von Menschsein und Anstand voller Achtung empfunden

In meiner Heimat habe ich wahrhaftig edle Werte gelebt, Leben berührt

Diese Erinnerungen mich heute noch mit dieser Zeit heilig verbunden



Überall sprießt jetzt des Frühlings Grün, der Natur Erwachen

Überall, die zartesten Knospen einzigartiger Formenschönheit

Die Farben der Blumenkelche den Garten zum Naturschauspiel machen

Gern erinnere ich mich an Frühling daheim, seine eigenartige Vollkommenheit



Blumen blühten, ihre Farben schickten Schönheit für Auge und Herz

Vögel sangen um die Wette, versäumten nie ihr Morgen- noch Abendkonzert

Hatzfeld! Deine Jahre waren mir Segen und Wohltat, Glück und Schmerz

Ich danke für diese Erinnerungen, die für mich von unbezahlbarem Wert



Die schönsten Bilder streifen den Blick meiner Augen, meiner Seele Welt

Ich sehe die grünen Pflänzchen, wie sie den Garten so wunderbar zieren

Es wird sie nie wieder geben, diese Jahre in meiner Heimat Hatzfeld

Ich höre sie heute noch, die Vögel, wie sie ganz allein für mich musizieren



Ich saß auf einem kleinen Stein, hörte ihrem Gesang zu - eine Himmelssymphonie

Vor mir tanzten die Libellen graziös von Blüte zu Blütenpracht

Erinnerungen! Ihr seid meiner Seele Heiligtum. Ich vergesse nie

Welch tiefes Glück mich berührt, ob daheim Sonnenaufgang, Tag, Abend oder Nacht



Heimweh! Deine Sehnsucht blättert mal wieder im Buche meiner Erinnerung

Blatt um Blatt kannst du wenden, auf jedem das Wort „Heimweh“ eingraviert

Es war einmal. Auch die Erinnerung braucht mal ihre Umarmung

Wenn Frühling mit seinen Fäden Hatzfeld, sanft umwebend, mit den schönsten Farben ziert



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

       09.03.2007





1. weite Wiesen rundum die Stadt, voller Heilpflanzen, den unterschiedlichsten Feldblumen und heimischer Gräservielfalt. Das war ein Spielplatz für alles, was wir als Kinder spielen wollten: Fußball, Handball, Puppen, Ausflug, Gräser-, Blätter- oder Blumensammeln fürs Herbarium. Es war ein Paradies auf Erden für uns Kinder. Wir fuhren im Herbst sogar mit dem alten Schubkarren Mist auf diese Wiesen, auf die „Huttwett“, damit diese Gräser und Blumen nächstes Jahr wieder saftig werden. Es war wahrhaftig Paradies auf Erden. Es wird mir ewig in Erinnerung bleiben.

Sonntag, 24. Februar 2019

Wenn...






















Wenn…





Wie eine Bärenpranke

Aus einer Ameise ein Nichts machen kann

Skrupellos und sadistisch

Werden Himmel, Erde, Schicksal und Natur

Auch diesen Bären, seine Untaten

Nicht verschonen, nicht übersehen



Weil sie, der Grausamkeit

Der Herzlosigkeit und dem Sadismus

Der Mächtigen, auf diesem Erdball

Nicht mehr zusehen können

Das nicht mehr tolerieren können

Dann, dann bleibt auch der mächtige Bär nicht verschont…



©Elisabeth Anton, Speyer / Hatzfeld

          20.02.2018




Heimat, wie schön es mal war

                  Foto:©Elisabeth Anton     Heimat, wie schön es mal war                                                    Freiheit bi...